Klassenfahrt der 8a nach Garmisch-Partenkirchen

Meldung vom 20.06.2012


Nach einer reibungslosen Zugfahrt kamen wir am Mittwoch gegen Mittag in Garmisch an – halt. So reibungslos war es gar nicht, da ein Schüler feststellen musste, dass er zwar sein Gepäck noch hatte, aber sein Geldbeutel wohl weiterreisen wollte. Also ging es erst einmal ins Fundbüro der deutschen Bahn. Dort funkte man sofort den Zugbegleiter an, welcher die Abteile durchsuchte, aber leider keinen Erfolg hatte. Da wir durch diese Zeitverzögerung unseren Anschlussbus zur Jugendherberge verpasst hatten, mussten wir mit einem anderen Bus fahren, der normalerweise nicht ganz so nah bei der Jugendherberge hält, was 15 Minuten Gehweg samt Gepäck bedeutet hätte. Dies stieß auf großen Unmut. Aber Dank sei dem Konjunktiv und dem netten Busfahrer! Er bekam dies mit und verzichtete uns zuliebe auf seine Mittagspause, um stattdessen einen nicht fahrplanmäßigen Schwenk über die näher bei der Jugendherberge gelegene Haltestelle zu machen. So kamen wir letztendlich doch noch rechtzeitig zum Mittagessen und gutgelaunt dort an. Nach einer kurzen Einweisung, Zimmereinteilung und dem Mittagessen ging es auch schon wieder los zu unserem ersten Programmpunkt, dem Seilbrückenbau über einen Fluss, den wir dann auch alle auf diesem Weg überquerten. Während die einen noch vor malerischer Bergkulisse auf dem Seil balancierten, bauten die anderen bereits Steinmänner aus Kieselsteinen oder erfrischten ihre Beine im Fluss. Das Wetter spielte mit, sodass sich sogar einige einen leichten Sonnenbrand holten. Am Abend war Freizeit angesagt, die ein Schüler aufgrund einer allergischen Reaktion beim Abendessen leider im Krankenhaus verbringen musste. Zum Glück ist letztendlich aber alles gut ausgegangen. Am nächsten Tag besuchten wir den ganzen Vormittag über das Highlight der Fahrt schlechthin: den Kletterwald in Garmisch, einen in den Wald hinein gebauten Hochseilgarten mit neun Parcours unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. Alle waren begeistert und hatten einen riesen Spaß. Einige kämpften sich sogar durch den schwierigsten Parcours. Besonders gefreut hat uns, dass die gesamte Klasse einen unglaublich guten Zusammenhalt bewies und sich alle SchülerInnen gegenseitig halfen, wo auch immer es nötig war! Am Nachmittag hatte die Klasse ein paar Stunden Freizeit, bevor wir nach dem Abendessen in der Dämmerung  zur Nachtwanderung in Richtung Burgruine aufbrachen. Zwar fanden dies nicht alle nach einem so actionreichen Tag toll, dennoch war es eine spannende und z.T. lehrreiche Wanderung. Bei jedem Stopp wurden kleine Spiele zur Schärfung der Sinne gemacht, und ein Highlight war sicherlich der kurze Wegabschnitt, den jede/r von uns in völliger Dunkelheit und Stille ganz allein zurücklegen musste. Nachdem wir an der Burgruine angekommen waren, genossen wir den Blick auf das hell erleuchtete Garmisch-Partenkirchen und lauschten der Legende über den ehemaligen Burgherren und seiner Frau, welche heute noch hier spuken soll. Anschließend ging es wieder bergab, dieses Mal aber mit Fackeln, welche den ganzen Weg bis zur Jugendherberge leuchteten. Am Freitag brachen wir nach dem Frühstück und der Räumung der Zimmer wieder Richtung München auf und freuten uns auf die anstehenden Pfingstferien. Der reisende Geldbeutel hat seinen Weg übrigens auch wieder zurückgefunden, zwar ohne Geld, aber alles andere war noch da. Ende gut, (fast) alles gut. Schön war es mit Euch, liebe 8a!
A. Straube