Exkursion der 11 c zur Gedenkstätte in Dachau

Meldung vom 07.05.2009


Am Donnerstag, den 7. Mai 2009 besuchten wir die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau. Dort angekommen, hieß uns eine nette Fremdenführerin sehr herzlich willkommen. Zuerst hörten wir einiges über die Umgebung des KZ, wie z.B. nebenstehende Gebäude, und auch die Ankunft der Häftlinge verdeutlichte sie uns sehr deutlich, indem sie uns zu den Überresten eines Bahnsteiges sowie den dazugehörigen Gleisen brachte.

Anschließend kamen wir zu dem Tor, das uns den Innenteil der Stätte verbarg. Das erste was uns auffiel, waren die höhnischen Worte, die aus dem Tor herausragten: „Arbeit macht frei“. Innen angekommen, fanden wir uns auf einem riesigen Platz wieder. Natürlich gab es zu diesem einige Erklärungen, wie auch z. B. über die Kleidung der Häftlinge sowie ihre Strafen und Arbeiten. Von dort aus ging es in die Baracken und zu den Schlafplätzen, die uns allen sehr morsch und klein vorkamen. Wir besichtigten den gesamten „Wohnraum“, was uns allen wegen der Winzigkeit der Betten, Waschräumen und Sitzflächen einen Schrecken einjagte.

Danach führte uns der Rundgang zu dem Stacheldrahtzaun, der um das ganze Gelände ging. Früher, stand dieser zusätzlich unter Strom, damit die Gefangenen keine Chance zur Flucht hatten. Dennoch ist dies einem einzigen der KZ-Sträflinge gelungen, erzählte unsere Begleiterin.

Das wohl erschreckendste Erlebnis in der Gedenkstätte war eindeutig das Gebäude mit dem „Brausebad“, wie der angebliche Duschraum liebevoll betitelt wurde, der aber als Vergasungsraum eingerichtet worden war. Wahrscheinlich ist er dafür aber nie verwendet worden. Im nächsten Raum besichtigten wir die Öfen, in denen die zu Tode gekommenen Gefangenen verbrannt wurden. Damit war der Rundgang beendet und unsere Begleiterin verabschiedete sich.

Wir entschlossen uns dazu, einen Film über die Befreiung des KZ anzusehen, der 20 Minuten ging und wirklich nicht für schwache Nerven gemacht war.

Die ganze Exkursion war vieles zugleich. Erschreckend, bestürzend und der eine oder andere war nach diesem Ausflug auch deprimiert. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, diese Gedenkstätte zu erhalten, um nie zu vergessen was wirklich passiert ist. Die Führung durch das Lager war sehr interessant, was man auch an den vielen Fragen gemerkt hat, die von unserer Seite gestellt wurden. Natürlich hat unsere Begleiterin einen großen Beitrag dazu geleistet, uns das Thema nahe zu bringen. Viele sind sich aber nach dem Besuch sicher gewesen: „Hier möchte ich nie wieder hin.“

Simone Richter, David Gebauer, 11 c